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Adidas kennt keine Menschenwürde
Von Lia | 22.April 2008: 750 - 17:00
Vor einigen Tagen, genauer gesagt letzten Mittwoch, habe ich in diesem Blog darüber geschrieben, dass Deutsche Firmen auf die Toten in Tibet spucken. Nun fragte man sich, warum denn diese Firmenbosse sich einen Dreck um Menschen scheren, was ist der Grund für das Festhalten an der Schweigepolitik der Deutschen Industrie?
Einen Grund haben wir nun auch in den Medien gefunden, gewusst haben wir ihn schon lange, nicht aus China, sondern aus Thailand!
Von der Netzeitung:
Die Initiative aus Gewerkschaften, Verbraucherschützern und Menschenrechtsgruppen befragte für den Bericht 320 Beschäftigte in China, Indien, Indonesien und Thailand. Die Sportartikelhersteller müssten «unverzüglich für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen sorgen», forderte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Michael Sommer, in einer Stellungnahme zu dem Bericht.
Der Wortlaut oben betrifft die Sportfirmen wie Fila, Nike oder Adidas, die ihre überteuerten Produkte in diesen Ländern herstellen lassen. Weiter hat es eine Passage in einem Artikel, nicht in der Netzeitung sondern aus einer Meldung der SDA, die einem recht Nachdenklich macht!
Von der SDA:
Unbezahlte Überstunden, Sieben-Tage-Wochen, Hungerlöhne sowie ständige Arbeit mit giftigen Chemikalien seien weitverbreitet. ….. «Ich bin zu Tode erschöpft», zitierte die Studie einen Arbeiter in einer Fabrik im chinesischen Dongguan. «Zu zweit müssen wir pro Stunde 120 Turnschuhe kleben. Wir arbeiten ohne Pause und ständig unter dem Druck, unsere Quoten nicht zu schaffen». …… In einer anderen Fabrik kamen die Arbeiter auf bis zu 232 unbezahlten Überstunden monatlich, mussten aber gleichzeitig für die Hälfte des gesetzlichen Mindestlohns arbeiten.
Somit ist klar, dass man sich diese Rosinen nicht wegnehmen will. Denn was schert es einen Industrieboss in seiner geräumigen Villa, ob der Arbeiter, der ihm seinen Reichtum bringt, genug zu essen hat! Was interessiert es einen Herrn Herbert Hainer von Adidas, ob da in Tibet und in China ermordet werden, nur weil sie sich nicht unterdrücken lassen und sich wagen, etwas gegen die Menschenunwürde zu sagen! Es hat noch genug Menschen, die nichts zu essen haben und darum den Deal mit seiner Firma eingehen, auch wenn sie fast krepieren und die Kinder trotzdem zuwenig zu essen haben!
Für China, Indien und Indonesien können wir nur aus den Artikeln des Internet schreiben, aber bei Thailand, ja da können wir es aus erster Hand schreiben. Es ist Menschenunwürdig, wie die Betriebe mit ihren Arbeitern umgehen. Und wehe es wagt sich einmal ein Arbeiter etwas gegen die Bedingungen oder gegen Überstunden etwas zu sagen. Wehe ein Arbeiter geht nach der regulären Arbeitszeit nach Hause weil seine Frau im Spital ist und er sich um die Kinder kümmern muss. Dann macht ab dem Ersten des folgenden Monats ein anderer seine Arbeit, er steht auf der Strasse! Und dies in Firmen, wo Schuhe für Nike und Adidas hergestellt werden!
Deshalb sage ich, die Deutsche Nationalmannschaft und ihre Vertreter sollten sich das einmal anschauen. Gut, ich gebe zu, die Hälfte der Mannschaft würde es ja nicht begreifen um was es geht. Und die aus der Sesseletage vom Deutschen Fussball Bund, die würden drüber hinweg sehen, schliesslich gibt’s ja schöne Provision von der Sponsorfirma!
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