Ist wirklich die Regierung Schuld?
1997 war für Thailand das Jahr der Schrecken. Erstens ist kein Wahlversprechen der Regierung unter Chavalit Yongchaiyudh erfüllt worden. Daneben sank der Börsenkurs immer weiter Richtung Fastauflösung. Mitte des Jahres 1996 stand der Set-Index von Thailand noch bei über 1800 Punkten. Zu Songkran (mitte April) war es bereits unter 1000 Punkte gefallen. Bis gegen Jahresende war man schon beruhigt, wenn die Zahl über 200 angezeigt wurde. 1995 lag der Wachstumsfaktor noch ungebremst bei ca. 8%. Gegen Ende des Jahres 1996 war die Wachstumsrate noch wenig über 6%. Dadurch kam es im Sommer 1996 zu politischen Streiten in denen die Opposition von Chuan Leekpai den Rücktritt von Premier Banharn forderte. Gestaerkt durch den Druck der Bevölkerung und der Medien erreichte die Opposition, dass Premier Banharn die Regierung auflöste. Dadurch konnte er sein Amt bis zu den Wahlen fortführen. Die Medien schrieben damals, er habe diesen Schachzug mit der Regierungsauflösung nur gemacht, um als amtierender Premierminister noch offiziell den amerikanischen Präsidenten B. Clinton bei seinem Besuch Thailands zu begrüssen!
Im November 1996 kam es dann zu den Wahlen, wobei Chuan Leekpai als klarer Favorit im Rennen war. Dem ehemaligen Militärgeneral Chavalit Yongchaiyudh (der hatte vor der Regierungsauflösung dem damaligen Premier Banharn seine Hilfe angeboten, wenn er zu seinem Nachfolger erklärt würde) gab man keine grossen Chancen, doch wurde er überraschend zum Premierminister von Thailand gewählt. Trotz sehr vielen ausländischen Beobachtern waren die Wahlen mit Geldgeschenken gewonnen worden. Gerechterhalber muss aber dazugesagt werden, nicht nur die Partei von Chavalit Yongchaiyudh war mit Geldgeschenken in den Wahlkampf gegangen, es wurde von allen Parteien der selbe Wahlkampf geführt. Noch schnell etwas zu den Wahlbeobachtern: Also bei uns sind auch solche Leute unterwegs gewesen und ich frage mich immer noch für was. Die sind bei uns im Restaurant gesessen, haben gegessen und "gesoffen" wahrend vor dem Restaurant eine Partei die Bevölkerung bestochen haben. Die Wahlbeobachter haben aber angeblich nichts mitgekriegt! "ES DARF GELACHT WERDEN". Laut inoffiziellen Berichten hatte die Partei von Chavalit in diesem Wahlkampf ca. 500 Millionen CHF. ausgegeben für die Wahlbestechung. Das Ende dieses Wahlwochenendes brachte einige neue Namen in der Regierung, doch es blieb das gleiche Kabinett an der Spitze. Auch Chavalit Yongchaiyudh brachte keinen Wirtschaftsaufschwung und so durfte Anfang 1998 Chuan Leekpai als neuer Premier ein kaputtes Land übernehmen.
Was war weiter noch alles geschehen
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